Herr Lewe, warum wollen Sie Oberbürgermeister werden? In den vergangenen Jahren, Monaten und Wochen habe ich viele Gespräche geführt mit Menschen, die gute Ideen für unsere Stadt Münster haben: Mit Wissenschaftlern, Künstlern, Architekten, Ehrenamtlichen, Kirchenvertretern, Gewerkschaftern, Kaufleuten, Künstlern und Sportlern. Ich möchte gerne Oberbürgermeister werden, weil ich die Kräfte dieser Stadt bündeln will. Was bedeutet das für Münster? Ziel muss es sein: Münster zu einer der attraktivsten Städte Deutschlands und Europas zu machen. Ich möchte junge Menschen, Jugendliche, junge Eltern bewegen, sich an der Gestaltung ihrer Zukunft in dieser Stadt zu beteiligen. Denn: Demokratie muss in jeder Generation neu geboren und gelebt werden. Wie sehen Sie die Rolle des Oberbürgermeisters? Die Aufgabe des Oberbürgermeisters besteht darin, Weichensteller zu sein. Er muss die Stadt in die richtige Richtung führen. Er muss die Menschen dieser Stadt überzeugen und den richtigen Weg einschlagen. Ein erfolgreicher Oberbürgermeister bezieht seine Autorität nicht aus Technokraten-Theater. Es geht um den Menschen. Der Mensch steht im Mittelpunkt, nicht die Bürokratie. Die Parlamentsgeographie kennt nur links und rechts. Ein Oberbürgermeister aber muss mehrdimensional aufgestellt sein. Es muss für jeden ansprechbar sein. Er muss in Münsters Mitte stehen. Als Bild ausgedrückt: ein Oberbürgermeister bedient die Weichen, und auf dem kommunalpolitischen Zug sitzt er vorne in der Lok. Er ist Heizer und Bremser zugleich. Er dosiert die Geschwindigkeit, er sorgt dafür, dass der Zug Münsters bei zu hoher Geschwindigkeit nicht entgleist und macht an den richtigen Stellen Tempo für notwendige Entwicklungen. |