23.02.2012 02:15  Markus Lewe Startseite  Kontakt  Impressum 
 

Präambel
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Dies ist die von der Mitgliederversammlung der CDU Münster am 28. März 2009 verabschiedete Fassung. Haben Sie Anregungen, Kritik, Hinweise? Bitte senden Sie uns Ihren Kommentar zu (Kommentarfeld ganz unten)

Ein neuer Oberbürgermeister, ein neuer Rat, neue Bezirksvertretungen werden am 30. August 2009 auch in Münster gewählt. Auch in unserer Heimatstadt sind diese Wahlen von besonderer Bedeutung, weil auch hier die Krisen nicht abstrakt, sondern konkret sind. Sie haben manchmal ein Gesicht und sind für die Kommunalpolitiker konkret erfahrbar. Der Einbruch beim Export der Produkte aus der Region wirkt sich direkt auf die Arbeitsplätze aus. Die Kommunalpolitik muss sehen, wie sie hier in Münster erfahrbare soziale Notlagen entschärft, wie sie die berechtigten Ansprüche der Menschen auf Sport und Kultur erfüllt, wie sie konkrete Schritte zur Erhaltung und Bewahrung unserer Schöpfung geht.

Die Bürgerinnen und Bürger in Münster dürfen erwarten, dass die CDU auch im Münsterschen Rathaus die Sorge der Menschen um den Erhalt ihrer Lebensstandards und ihrer Arbeitsplätze ernst nimmt, dass sie die Hoffnungen und Zukunftserwartungen aufnimmt. Besonders aber dürfen sie erwarten, dass auch in Münster entschlossen, klar und verlässlich gehandelt wird.

Mit diesem Wahlprogramm will die CDU Münster zeigen, von welchen Grundsätzen sie sich leiten lässt, wofür sie eintritt und wodurch sie sich von den politischen Mitbewer-bern unterscheidet. Unsere ethische Grundlage für alle Politik - von der Kommune bis in den Bund - ist das christlich geprägte Verständnis vom Menschen. Deshalb treten wir ein für die Unantastbarkeit der Würde eines jeden Menschen. Wir sehen ihn als Teil der Schöpfung. Gerade deshalb steht es dem Menschen auch nicht zu, nach seinem Belieben über die Natur zu verfügen. Die Natur ist uns zur Gestaltung und Bewahrung anvertraut. Wir sind insbesondere dafür verantwortlich, diese Werte für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.
Für unser politisches Handeln sind insbesondere folgende Grundwerte Maßstab und Orientierung

Freiheit und Subsidiarität
Gerechtigkeit und Solidarität.

Wir setzen auf Eigenverantwortung, bürgerschaftliches Engagement und soziale Verantwortung, wir setzen auf Ideenreichtum und Leistungsbereitschaft. Aber wir fordern auch das faire Miteinander von Jung und Alt. Der demografische Wandel in unserer Gesellschaft wird auch in Münster spürbar. Deshalb messen wir diesem Themenbereich als durchgängige Perspektive kommunalpolitischen Handelns insbesondere unter dem Aspekt der Generationengerechtigkeit besondere Bedeutung bei.

Nirgendwo wird dieses faire Miteinander von Jung und Alt selbstverständlicher und leichter erlernt als in Ehe und Familie. Gerade deshalb wollen wir in besonderer Weise Ehe und Familie fördern, um den immer wieder neuen Herausforderungen der sich wandelnden Gesellschaft zu begegnen. Unsere Gesellschaft und insbesondere die Arbeitswelt haben sich grundlegend verändert. Wir wollen die Voraussetzungen immer wieder neu verbessern für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowohl für Mütter als auch für Väter. Wir müssen die Qualität der Kinderbetreuung erhöhen und dabei die Wahlfreiheit der Eltern erhalten. Menschen, die in Not geraten sind, sei es durch Verlust des Arbeitsplatzes, Krankheit, Behinderung, Pflegebedürftigkeit oder Flucht aus ihrem Heimatland können sich auf die Solidarität der Stadt und der CDU verlassen. Traditionell hat die CDU diese Hilfen ausreichend ausgebaut und entwickelt sie durch unterschiedlichste Projekte zeitgemäß weiter.

Münsters Wirtschaftskraft muss weiter gestärkt werden. Wir müssen uns einbinden in die Entwicklung im gesamten Münsterland. Wir müssen Handwerk und Industrie, Dienstleistungen und Verwaltungen und den großen Bereich des Bildungs- und Wissenschaftssektors pflegen, weiterentwickeln und zu neuen Zielen anspornen. Münster lebt in der Zukunft noch mehr als in der Vergangenheit von Forschung, Wissenschaft und Bildung. Universität und Fachhochschule sowie die anderen Hochschulen müssen deshalb in ihren Aufgaben gestärkt und mit den Aktivitäten der Stadt und des Umlandes vernetzt werden. Kultur, Sport und Soziales müssen im fairen Miteinander entwickelt werden. Ein Ausspielen des einen Bereichs gegen den anderen ist politisch unverantwortlich.
Münster ist die Hauptstadt Westfalens. Münster hat deshalb mit seinem direkten Umfeld, dem Münsterland, intensiven Kontakt zu suchen. Münster muss aber auch die anderen westfälischen Regionen im Blick behalten, mit ihnen kooperieren und ein freundschaftliches Verhältnis aufbauen. Der Blick über die Grenzen nach Osnabrück und Niedersachsen und nach Enschede und in die Niederlande muss selbstver-ständlich sein.

Erfolgreich ist in den vergangenen Jahren nicht nur der Geist der Hanse, sondern auch der Geist des Westfälischen Friedens neu belebt worden. Diesem Geist können wir auch einen wichtigen Auftrag entnehmen: in Münster Integrationspolitik erfolgreich gestalten. Der wechselseitige Dialog, die gegenseitige Toleranz und die Verständigung auf einen freiheitlich demokratischen Grundkonsens sind dabei die Basis.

Unser Motto für die Wahl "Münster in guten Händen". Dazu brauchen wir: Stabilität, Kompetenz und Vertrauen. Aber auch Mut, Fantasie und den richtigen Blick auf kom-mende Aufgaben und unser gemeinsames Ziel: "Münster - wachsende Stadt in Europa".
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