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Münsters Senioren: Stark und engagiert
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Dies ist die von der Mitgliederversammlung der CDU Münster am 28. März 2009 verabschiedete Fassung. Haben Sie Anregungen, Kritik, Hinweise? Bitte senden Sie uns Ihren Kommentar zu (Kommentarfeld ganz unten).
Münsters Senioren: Stark und engagiert
Aktiv im Alter
Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, braucht keine Statistik für diese Erkenntnis: Es gibt immer mehr Senioren. Alle Prognosen gehen davon aus, dass der Anteil der über 60jährigen auch in den nächsten Jahren kontinuierlich ansteigt.
Wenn in den Medien über den demografischen Wandel gesprochen und geschrieben wird, geht es zumeist um dessen negative Auswirkungen. Als ob es eine schlechte Entwicklung wäre, wenn immer mehr Menschen immer älter werden und immer länger gesund und leistungsfähig bleiben. Natürlich weiß die CDU, dass eine größere Anzahl von Senioren auch mehr kommunale Investitionen und Anstrengungen im Bereich der Pflege und Betreuung, bei der Schaffung von Heimplätzen und der Neuausrichtung kommunaler Angebote - von der Kultur über den Sport bis zum ÖPNV - erfordern. Doch die CDU sieht auch die großen Chancen, die der demografische Wandel mit sich bringt. Sie ist stolz darauf, dass sich schon jetzt viele Senioren in unserer Stadt ehrenamtlich engagieren. In vielen verschiedenen Bereichen stellen sie Zeit und Arbeitskraft zur Verfügung, um anderen Menschen zu helfen und unsere Gesellschaft lebenswerter und wärmer zu machen. Noch viel mehr Senioren wollen sich engagieren und ihre Zeit sinnvoll und für andere nutzen. Ihnen will die CDU verstärkt über die Freiwilligen-Agentur helfen, Aufgaben zu finden, die zu ihren Neigungen und Talenten passen.
Junge Menschen können von den Erfahrungen der älteren profitieren. Oft sind die Hemmschwellen aber auf beiden Seiten hoch. Die CDU fördert und unterstützt Projek-te jeder Art, die die Begegnung von Generationen ermöglichen. Ob in der Schule oder im Verein. Oder auch in Generationen übergreifenden Wohnformen. Wenn Senioren und Jüngere gemeinsam agieren, bilden sie ein unschlagbares Team! Seit 25 Jahren haben sich ältere Menschen in Münster in der CDU-Senioren-Union organisiert und vertreten hier die Interessen der Seniorinnen und Senioren, ohne die Belange der Stadtgesellschaft aus dem Blick zu verlieren.
Mit der Seniorenvertretung verfügen Münsters Senioren seit dieser Wahlperiode (2004-2009) erstmals über eine demokratisch legitimierte eigene Interessenvertretung. Parteiübergreifend engagieren sich hier Senioren für Senioren. Sie vertritt die Interessen der Senioren nicht nur gegenüber der Politik, sondern auch gegenüber Unternehmen und Behörden. Sie erkennt und formuliert Probleme und liefert auch realisierbare Lösungsvorschläge. Innerhalb kürzester Zeit hat sich die Seniorenvertretung ein hohes Ansehen erworben und ist ein wichtiger Ansprechpartner für Rat und Verwaltung.
Aber auch für die Senioren, die nicht mehr oder nur eingeschränkt aktiv hat die CDU wir den politischen Beschluss gefasst, in allen Stadtteilen eine pflegerische Infrastruktur aufzubauen. Es war uns dabei wichtig, dass der alte Mensch auch da pflegerisch betreut werden kann, wo er gelebt und seine sozialen Kontakte hat. Heute gibt es in nahezu allen Stadtteilen - betrieben durch gemeinnützige und private Träger - stationäre Pflegeeinrichtungen, die überwiegend gekoppelt sind mit Seniorenwohnungen, die teilweise auch Kurzzeitpflege und Tagespflege anbieten. Heute gibt es keine Wartelisten mehr für einen Platz im Altenpflegeheim.
Mit dem Leitantrag „Älter werden in Münster“ wollen wir ambulante Unterstützung und haushaltsnahe Dienstleistungen auch in den Wohnquartieren initiieren, damit unsere Senioren mit dieser Unterstützung möglichst lange selbständig in der eigenen Wohnung leben können.
Münster war und ist Vorreiter bei Modellprojekten wie Wohn- und Hausgemeinschaften für Senioren. Vor allem aber im Bereich der Betreuung von Demenzkranken. Bereits vor zehn Jahren gab es die ersten Projekte der Alexianer, Villa Hittorf und Villa Mauritz. Im ersten Werkstattbericht des Kuratoriums Deutsche Altershilfe zu diesem Modellprojekt war die Hausgemeinschaft der Caritas in Nienberge bereits aufgeführt. Heute gehören diese Wohnformen schon fast zum Standard. Häuser, in denen alte Menschen wie in Familien gemeinschaftlich den Alltag erleben. Eine weitere wichtige Aufgabe der Zukunft wird es sein, gemeinschaftliches Wohnen von Jung und Alt zu initiieren.
DAS HABEN WIR VOR:
- Neuausrichtung der Freiwilligenagentur: Gezielte Förderung und Unterstützung des Engagements von Senioren.
- Mehr Weiterbildungs-Angebote für ältere Menschen.
- Weitere Stärkung wohnortnaher Versorgungs- und Verkehrsinfrastruktur-Angebote in allen Stadtteilen.
- Einsatz gegen Altersdiskriminierung im Ehrenamt.
- Förderung von Projekten, die die Begegnung von Generationen ermöglichen (z.B. in Schulen und bei Wohn-Modellen).
- Überprüfung kommunaler Angebote auf Senioren-Gerechtigkeit.
DAS HABEN WIR ERREICHT:
- Die neu eingerichtete Senioren-Vertretung bündelt die Interessen von Münsters Senioren und vertritt sie gegenüber Politik, Verwaltung und Unternehmen.
- Schaffung von 361 neuen stationären Plätzen in Senioren-Wohnheimen sowie von knapp 200 mit Service betreuten Wohnungen.
- Initiierung des Mehrgenerationen-Wohnmodells an der Grünen Gasse, wo Senioren und Jüngere, (z.B. Studenten) zusammen wohnen und sich gegenseitig un-terstützen.
- Erhalt und Unterstützung des Seniorentreffs Hansa-Hof.
- Mehrgenerationen-Häuser Dietrich-Bonhoeffer-Haus und MuM (Mütter und Mehr) Gievenbeck.
- Konsequente Umsetzung einer Stadtteil orientierten Senioren-Politik mit der Schaffung von ambulanten und stationären Angeboten der Altenhilfe und -pflege vor Ort bei den Menschen.
- Mit dem Leitantrag "Älter werden in Münster" hat die CDU im Rat wichtige Vorgaben und Eckpunkte für die weitere Entwicklung beschlossen. |
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