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Verkehr: Münster – mobil und agil
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Dies ist die von der Mitgliederversammlung der CDU Münster am 28. März 2009 verabschiedete Fassung. Haben Sie Anregungen, Kritik, Hinweise? Bitte senden Sie uns Ihren Kommentar zu (Kommentarfeld ganz unten).
Verkehr – Pulsschlag der Stadt
Verkehr und Mobilität sind lebensnotwendig für eine Stadt. Gute Verkehrsan- und -verbindungen sichern Erreichbarkeit, Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, ermöglichen Begegnungen. Münster als solitäres Oberzentrum des Münsterlandes ist in besonderer Weise darauf angewiesen, gut erreichbar zu sein. Erreichbarkeit ist wichtig für die Institutionen von oberzentraler Bedeutung, für große Unternehmen, aber auch für Handel, Gastronomie und Kultur-Einrichtungen. Doch Verkehr bedeutet auch Belastung. Lärm und Emissionen, Staus und verstopfte Straßen sind unerwünschte Begleit-Erscheinungen der Mobilität. Verkehrspolitik bedeutet daher auch immer, Kompromisse zu machen. Das gilt für jeden persönlich, auch für die ganze Stadt. Wer gerne mit seinem eigenen Auto überall hinfahren können möchte, muss in Kauf nehmen, dass auch vor seiner Haustür Autos fahren. Und wer gerne möchte, dass möglichst viele Gäste in die münstersche Innenstadt kommen um einzukaufen, muss ihnen Parkplätze in attraktiver Lage zur Verfügung stellen.
Die CDU ist seit jeher dafür, eine ausgewogene Verkehrspolitik zu betreiben. Wir fördern alle Verkehrsträger gleichermaßen. Regulieren da, wo es nötig ist, aber gängeln nicht. Rote und grüne Verkehrspolitiker wollen den Menschen dagegen vorschreiben, wie sie sich fortbewegen. Wir setzen auf Einsicht und Vernunft, fördern den Radverkehr, schaffen attraktive ÖPNV-Angebote und eröffnen so Alternativen zum Autoverkehr, die gerne angenommen werden. Unser Ziel ist es, die Erreichbarkeit Münsters über Hauptver-kehrsstraßen sicherzustellen und den Verkehr dort zu konzentrieren. Der Kern der In-nenstadt soll so weit wie möglich autofrei sein. Die Versorgung der Geschäfte mit Waren muss aber gesichert sein. Wohnviertel und Wohngebiete sollen möglichst nicht durch Durchgangs-Verkehr belastet werden. Wir wissen, dass diese Ziele nicht alle zu 100 Prozent erreicht werden können. Man wird in Einzelfällen immer Abstriche und Kompro-misse machen müssen. Anders als Rote und Grüne machen wir Verkehrspolitik aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger und gängeln Verkehrsteilnehmer nicht unnötig mit Ver- und Geboten und mit Gebühren. Unsere Verkehrspolitik ist eine Politik des gesunden Menschenverstands, nicht der Ideologie.
Neben der Erreichbarkeit wird die Verkehrs-Sicherheit eine der Schwerpunkt-Themen in der nächsten Wahlperiode sein. In Münster gibt es viel zu viele Verkehrsunfälle. Wir haben bereits begonnen, Unfallschwerpunkte zu entschärfen und werden dies weiterhin tun. Verkehrsregelnde Maßnahmen werden auf Notwendigkeit und Klarheit überprüft, Sonderregelungen gehören auf den Prüfstand. Darüber hinaus werden wir in der Ord-nungspartnerschaft „Unfall-Prävention“ mit allen Partnern für mehr Rücksichtnahme und Toleranz im Verkehr werben. Denn ohne diese wird es nicht gehen. Gerade im Stadtkern geht es manchmal sehr eng zu. Das ist der Nachteil der historischen Innenstadt, die wir alle so schätzen. Doch wir sind überzeugt, dass auch hier Einsicht und Vernunft auf Dauer die wirksamsten Mittel sind.
Verkehrspolitik besteht aus einer Vielzahl von kleinen und großen Einzelmaßnahmen. Oft werden je nach bevorzugtem Fortbewegungsmittel die jeweiligen Maßnahmen begrüßt oder abgelehnt. Wenn nicht allen alles gefällt, aber jeder in vertretbarer Zeit ans Ziel kommt – dann kann man wohl von einer ausgewogenen Verkehrspolitik sprechen.
DAS HABEN WIR VOR:
- Verbesserung der Bahn-Anbindungen in Richtung Warendorf und in Richtung Gronau, Reaktivierung der Westfälischen Landeseisenbahn (WLE) für den Personen-Nahverkehr.
- Zweispuriger Ausbau der Bahnstrecke Dortmund-Lünen zur Einbeziehung Münsters in das Fernverkehrsnetz der Bahn.
- Einsatz für mehr Verkehrssicherheit.
- Aus- und Weiterbau der B51 / B 481n in Richtung Ostwestfalen.
- Verkehrliche Entlastung für Coerde, Kinderhaus, Mecklenbeck und Roxel.
- Ausbau Start- und Landebahn am Flughafen Münster/Osnabrück und dessen Autobahn-Anschluss.
- Ausbau der Baumberge-Bahnlinie mit Haltepunkten in Roxel und Mecklenbeck.
- Weitere Gestaltung des Hafens, auch der Wasserfläche (z.B. durch die Errichtung einer Marina im Stadthafen durch einen privaten Investor).
- Ausbau des Albersloher Wegs im südlichen Bereich.
- Prüfung einer Stadtbuslinie „Stadtring“.
- Eine Erweiterung der Autobahnraststätten Münsterland Ost und Münsterland West (LKW-Parkplätze) lehnen wir ab.
DAS HABEN WIR ERREICHT:
- Ausbau der Hansestraße und des Albersloher Wegs nördlicher Bereich.
- Weiterbau der Austermannstraße.
- Feste Pläne für die Sanierung des Hauptbahnhofs.
- Weitere Schritte zur Startbahnverlängerung und zum Autobahn-Anschluss am FMO.
- Feste Zusagen und Planungen des Bundes für den Autobahn-Anschluss Amelsbüren.
- Ständige Modernisierung der Bus-Flotte der Stadtwerke.
- Neue Parkplätze an der Georgskommende und demnächst am Alten Steinweg.
- Große Fortschritte für die Ortsumgehungen für Wolbeck und Handorf.
- Förderung von Privatinitiativen zum Radwegbau z.B. in Gelmer, Roxel, Wolbeck und Nienberge.
- Fahrrad-Parkhaus Stubengasse.
- Ausbau von Radwegen. Und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit Markierung mit roter Farbe. |
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